Samstag, 30. November 2013

Vorweihnachtszeit





Ich sitze in unserem Wohnzimmer. Neben mir steht eine heiße Milch mit Honig und ein Teller voller Kekse. Aus meinen Kopfhörern dudelt leise Weihnachtsmusik und in meinen Gedanken flimmern die verschiedensten Erinnerungen auf:
 

Meine Mutter, die sich, in Anbetracht des Stresses der letzten Wochen, viel zu entspannt, mit einem Stammkunden unterhält, der ihr, fast schon lächerlich überschwänglich, beteuert, wie schön die diesjährige Adventsausstellung wieder ist.

Ich, wie ich, eine heiße Schokolade mit Marshmallows in der Hand, bei Anke in den weichen Kissen sitze und „Tatsächlich Liebe“ schaue.

Die Schweinerei, die ich jedes Jahr beim Kekse Backen mit meiner Tante Roswitha in ihrer Küche veranstalte.

Die Geburtstage meiner Tante, bei denen auf ein viel zu mächtiges Mahl immer mehrere Runden Pralinen und Likör folgen.

Das Schlendern über den Weihnachtsmarkt. Maronen und gebrannte Mandeln in der einen und Glühwein in der anderen Hand.

Stefan, der an einem Sonntagmorgen neben mir voller Enthusiasmus und viel zu laut „Lecker, Lecker Torrone!“ und „Frisch kandierte sizilianische Mandeln!“ ruft, um Kundschaft an unseren Stand auf dem Gendarmenmarkt zu locken.

Ein Morgen im vergangen Jahr, an dem ich, noch im Dunkeln, durch die Altstadt Marburgs lief, als es plötzlich anfing zu schneien und all die wunderschönen alten Häuser in Watte gehüllt wurden. Die Laternen verbreiteten ein warmes Licht und ich fühlte mich wie in einem grimmschen Märchen.

Die kleine Heidi, wie sie vergnügt ruft: „Schnee, Schnee,  Schnee… Überall ist Schnee! Dicke weiße Flocken.“

Und die tägliche Neugier und Vorfreude, kurz bevor ich das Säckchen meines Adventskalenders öffne…


Für mich ist es ist eine der schönsten Zeiten de Jahres: die Vorweihnachtszeit.
Da davon hier in Nepal allerdings nicht allzu viel zu spüren ist, haben wir beschlossen, es uns selbst ein wenig besinnlich zu machen. 
Und zu einer anständigen Vorweihnachtszeit gehört natürlich auch ein Adventskalender! Nun werde jedoch nicht ich es sein, die Täglich ein „Türchen“ öffnen darf, sondern ihr.
Viele von euch haben sich gewünscht, dass ich ein wenig mehr über meinen Alltag berichte. Also dachte ich mir, es wäre doch nett, täglich einen kleinen Teil dessen mit euch zu teilen.
Dementsprechend lade ich ab morgen, für 24 Tage, täglich ein Foto hoch, dass einen Aspekt des jeweiligen Tages wiedergibt.
So könnt ihr hautnah miterleben, was bei mir so passiert und ich habe einen Adventskalender!


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