Mittwoch, 25. Dezember 2013

24. Dezember - Weihnachten



Leicht verspätet gibt es hier nun doch noch das Kalendertürchen Nummer 24.
Da dieser Tag ein ganz besonderer und quasi der Höhepunkt des ganzen Kalenders war, bekommt ihr sogar extra viele Fotos und extra viel Text!

Hier die wesentlichen Aspekte des Abends:


Die Beteiligten

Von links nach rechts:
Nikolai - Arzt und Praktikant (oder eher unterbezahlter Consultant) in unserem Projekt
Anna - ebenfalls Ärztin und Frau von Nikolai
Ich
Conny 
Martin - Freund von Conny, der die Gelegenheit nutzt und sie in Nepal besucht
Sandra- meine Mitbewohnerin, die leider Anfang Januar wieder nach DE fliegt
Tanja- Schwester von Sandra, die mit ihr noch ein Wenig rumreist
 


Die Location

Gefeiert haben wir bei Nikolai und Anna.
Die beiden haben uns pünktlich zum Sonnenuntergang eingeladen und so standen wir dann,
mit Glühwein in der Hand, auf der Dachterasse und genossen die Aussicht.



Das Abendprogramm

Das Essen war, wie immer an Weihnachten, einer der Höhepunkte des Abends. 
Serviert wurden:
Allerlei weihnachtlicher Süßkrams - Stollen, selbstgebackene Kekse, gebrannte Mandeln... es fehlte uns an nichts!
Vorspeise - gemischter Salat mit Granatapfel, Kapuzinakresse und einem vorzüglichen Honigdressing (serviert von Anna)
Hauptgang - ein vorzügliches Stückwerk aus Knödeln (von Conny), Entebrust mit Schwarzbeersoße (von Nikolai) und Rotkraut (von mir). 
Dazu gab es eine Auswahl verschiedener Rotweine
Nachspeise - ein fruchtig-leichtes Pfirsich-Joghurt Schichtdessert (von Martin)

Natürlich gab es auch Geschenke, den wir haben gewichtelt. Es gab eine Runde Nettigkeiten und eine Runde Schrott. 

 

Und auch die typischen Gesellschaftsspiele durften natürlich nicht fehlen. 
 Da Conny jedoch das Spiel vergessen hatte, musste sie kurzerhand ein neues Board zeichnen.



Das Resümee
Dieses Weihnachtsfest war mal etwas ganz anderes. Natürlich war es für die meisten von uns auch etwas komisch nicht zu hause zu sein, aber dennoch haben wir einen tollen, wenn auch irgendwie unweihnachtlichen, Abend miteinander verbracht.





Montag, 23. Dezember 2013

23. Dezember



Heute waren wir nach der Arbeit noch mit ein paar Kollegen bei einem inoffiziellen Weihnachtsessen.
Dabei waren (von links nach rechts):
Ramesh (nationaler Praktikant in unserem Projekt) und seine Schwester,
Samila (ebenfalls nationale Praktikantin im Projekt) und einer ihrer Freunde,
Nikolai (internationaler/deutscher Praktikant),
Conny und ihr Kumpel Martin, der sie gerade besucht und hier leider nicht im Bild ist
und ich.

Sonntag, 22. Dezember 2013

22. Dezember - 4. Advent


Heute waren wir wandern. Da ich jetzt futschikato bin, gibt’s hier nur die Fotos. Einen frohen 3. Advent wünsche ich euch! :)

Samstag, 21. Dezember 2013

21. Dezember



Die gestrige Nacht haben wir bei Steph in Boudha (kleine Stadt direkt neben Kathmandu) verbracht. Es hatte schon ein wenig was von Zeltlager zu siebend in einem Zimmer auf Isomatten und in Schlafsäcken zu schlafen. Dafür war das Frühstück umso luxuriöser, denn dieses gab es auswärts.
Im Anschluss haben wir noch die dortige Umgebung erkundet und sind schlussendlich wieder ein Mal bei dem großen, weißen Stupa gelandet.
Ich muss sagen, Boudha ist wirklich wunderschön und immer wieder einen Besuch wert!

Freitag, 20. Dezember 2013

Donnerstag, 19. Dezember 2013

19. Dezember



Als ich heute mit dem Tuktuk zur Arbeit fuhr, kam ich an einem Blumenladen vorbei und da musste ich auch gleich an meine liebe Mama denken.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

18. Dezember



Da Conny und  Steph letzte Woche auf einer Modenschau mitliefen, sind sie jetzt fest in die Szene integriert. Dank ihrer neuen Kontakte waren wie heute Abend auch gleich mal auf einer Fashion Show und gehören jetzt offiziell zur High Society Kathmandus.


Dienstag, 17. Dezember 2013

17. Dezember



Momos sind, neben Daal Bhat, quasi das zweite Nationalgericht Nepals. Gerade in Kathmandu gibt es sie nicht nur an jeder Straßenecke, sondern ungefähr alle 2 Meter.
Diese frittierten, gedämpften oder gebratenen Teigtaschen werden meistens mit Büffelhack, Gemüse oder Hühnchen gefüllt. Gelegentlich gibt es auch Schafs- oder Käsefüllungen. Dazu wird eine scharf-würzige Soße serviert.

Montag, 16. Dezember 2013

16. Dezember



So meine Lieben, da mich viele von euch gebeten haben, mal etwas über mein Praktikum/ meine Arbeit zu schreiben, gibt es heute ein paar Infos.
Ich werde nicht allzu tief ins Detail gehen, aber einen allgemeinen Überblick solltet ihr bekommen. Wer hinterher Fragen hat, darf mich gerne nerven!

Normalerweise arbeiten wir, anders als in Nepal üblich, von Montag bis Freitag. Da in Nepal nur Samstag frei und Sonntag somit der erste Wochentag ist, beginnen wir also unsere Arbeitswoche am zweiten Tag.
Auch sehr unnepalesisch sind unsere Arbeitszeiten, da wir erst um 9:00 Uhr, also für die Nepalesen quasi zum Mittag, mit der Arbeit beginnen.
Apropos Mittag, das gib es immer gegen 12 und ist meist das von mir geliebte „Dhal Bhaat“.
Danach wird wieder gearbeitet, oft auch in Form von Meetings außerhalb des Offices, und um 17:00 Uhr ist Feierabend.

Kurz zur Thematik: Ich mache hier ja ein Praktikum bei der GIZ (deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) in einem Projekt namens „HSSP“ (Health Sector Support Program – Förderungsprogramm Gesundheitssektor). Thematisch beschäftigt sich das ca. 15-köpfige, aus nationalen und internationalen Mitarbeitern bestehende Team, unter Anderem mit der Qualität von Gesundheitsdiensten, der Unterstützung der Regierung bei der Einrichtung einer Krankenversicherung und der Aufklärung Jugendlicher hinsichtlich reproduktiver Gesundheit.
Ich arbeite in dem Bereich, der sich mit der Qualität der Gesundheitsdienste beschäftigt, an einer Studie, die in weniger als zwei Wochen in 10 westlichen Distinkten Nepals durchgeführt wird.
Im Januar werde ich dann, wenn ich Glück habe, ein weiteres Mal dort hin reisen und mir die Umsetzung anschauen.

Sonntag, 15. Dezember 2013

15. Dezember - 3. Advent



Da ich heute absolut gar nichts gemacht habe, gibt es zum ersten Mal ein Bild, dass weder heute, noch von mit fotografiert wurde.
Die Fotografin ist Conny und sie hat es vor einigen Wochen im „Department of Foreign Employment“ (Amt für auswärtige Beschäftigung) hier in Kathmandu gemacht. In diesem Department müssen sich alle Nepalesen melden, die zum Arbeiten ins Ausland gehen. Das sind im Übrigen mehr als 1000 Menschen täglich.

Samstag, 14. Dezember 2013

14. Dezember


Und so sehen Straßenarbeiten in Nepal aus.
Entweder, eine Horde von Arbeitern erledigt eine Syssifusarbeit mit vollkommen unpassendem Werkzeug, oder, einer arbeitet und 20 Leute stehen drum herum und schauen zu.

Freitag, 13. Dezember 2013

13. Dezember



Nachdem Conny ihre Fashionshow, Sandra ihr Feedback-Gespräch und ich meine Präsentation überstanden haben, läuteten wir vorhin beim Japaner unser wohl verdientes Wochenende ein. Faulenzen, Essen und Serien schauen, werden die Devise der nächsten zwei Tage sein.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

12. Dezember


Das Thema des Tages: Meine Präsentation zu „Helping Babies Breath“ (HBB)
HBB ist eine Studie in Nepal, in der Gesundheitspersonal hinsichtlich des Umgangs mit Neugeborenen weitergebildet wird.
Da ich das Programm morgen vorstellen darf, war es neben Essen heute mein einziger Tagesinhalt.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

11. Dezember


Zu Anfang meines Aufenthaltes hier habe ich überlegt mir einen Hund anzuschaffen.
Und TADA: Diese beiden zuckersüßen Exemplare leben jetzt mit mir.
Nun, sie „gehören“ natürlich nicht mir, sondern unserem Vermieter und den Bewohnern über uns, aber ist ja fast wie eigene. ;)

Dienstag, 10. Dezember 2013

10. Dezember


Hier wird die Wäsche immer mit der Hand und manchmal auch im Fluss neben Müll „gewaschen“.

Montag, 9. Dezember 2013

9. Dezember



 Tja, so ist das in Nepal. Da wird  einfach mehrmals am Tag der Strom abgeschaltet. Dann muss der Schneider halt bei Kerzenschein weiter arbeiten.

Sonntag, 8. Dezember 2013

8. Dezember - 2. Advent


Heute war wieder mal Wohnungsputz angesagt und da habe ich gleich mal die Gelegenheit genutzt ein Paar Fotos zu machen.

Samstag, 7. Dezember 2013

7. Dezember


Den gestrigen Abend verbrachten wir im „Purple Haze“, einem „Club“ in Kathmandu. 
Dort werden live nepalesische Songs und vor allem Rock-Klassiker gespielt. Das größtenteils nepalesische Publikum grölt laut mit und verausgabtsich auf der Tanzfläche - und so natürlich auch wir!

Freitag, 6. Dezember 2013

6. Dezember - Nikolaus



Straßenkunst findet sich in Kathmandu an etlichen Mauern.
Mal ist sie rein künstlerisch, mal hat sie einen aufklärenden/bildenden Hintergrund.
So, oder so ist sie nicht mit Graffitis, sondern viel mehr mit der „East Side Gallery“ in Berlin zu vergleichen.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

5. Dezember



Dieses Lied (bitte auf das Wort "Happy" klicken) mit seinem 24h Video begleitet mich seit Anfang der Woche.

Es ist meine Untermalung für die Arbeit und äußerst unterhaltsam!

Mittwoch, 4. Dezember 2013

4. Dezember




Es ist schon sehr skurril, wenn man in einem Land, in dem gerade spätsommerliche Temperaturen herrschen und außer den Ausländern niemand Weihnachten feiert, vom Kellner (siehe Bild) mit der Floskel „Merry Christmas!“ begrüßt wird. Der dazu servierte Glühwein und die Weihnachtsmusik machen die Sache nicht besser. Eigentlich hat nur noch eine Weihnachtsdekoration auf meinem Teller gefehlt, aber eine rot-grüne Tomaten-Paprika-Pizza ist wahrscheinlich schon festlich genug.
Der Höhepunkt war jedoch, dass wir zum Abschied auch noch einen kitschigen kleinen Weihnachtsmann geschenkt bekahmen. Da sag ich nur „Frohes Fest!“

Montag, 2. Dezember 2013

3. Dezember




Mittagessen auf Arbeit.
Wie ihr seht bin ich höchst begeistert, denn wie immer gibt es „Dhal Bhat“:
Dhal/pürierte Suppe aus Hülsenfrüchten
Kartoffeln
Zerkochtes Gemüse
Und Bhat/Reis (auf den ich jedoch meist verzichte, weil ich ihn nicht mehr sehen kann)

Zur Verteidigung unserer Köche und der nepalesischen Küche, muss ich jedoch sagen, dass die beiden Herren, die in unserem Büro kochen, als Reinigungskräfte angestellt sind und bei ihrer Bewerbung/Einstellung nicht wussten, dass sie eigentlich unser Mittag zubereiten sollen. Dementsprechend beschränkten sich ihre Künste auf einige wenige Gerichte und Zubereitungsweisen.


2. Dezember



Ich habe es geschafft!
Nach dreimonatigem Gejammer habe ich nun endlich ein Fahrrad erstanden.
Es war schon ein wirkliches Abenteuer hier in Nepal ein passables Exemplar zu einem annehmbaren Preis zu finden. Vor allem, wenn man weiß ist und nur wenig Ahnung von der Materie „Fahrrad“ hat.
Es kostete einiges an Zeit und Nerven, aber jetzt habe ich eines, welches vom Verkäufer (der im Übrigen der schnellste Nepalese war, den ich bisher gesehen habe!) auch noch ordentlich aufgemöbelt wurde.
In Zukunft werde ich also überall hin radeln und mir meinen Weg durch den nepalesischen Verkehrsdschungel bahnen.


Sonntag, 1. Dezember 2013

1.Dezember - 1. Advent


Sandra, Sylivia, Eric und Conny



Den heutigen Abend verbrachten wir, wie schon so oft, damit, auf unserem selbst gebastelten Board „Sorry“ (amerikanische Version von „Mensch ärger dich nicht“) zu spielen.
Auf dem Bild seht ihr Sandra, Sylivia, Eric und Conny.
Sandra ist meine Mitbewohnerin.
Mit Syliva (rechts von Sandra) habe ich eine kurze Zeit während meines ersten Monats in Nepal zusammengewohnt.
Eric ist der Hahn in unserer Weiberrunde. Leider fliegt er schon morgen wieder. Wir werden dich vermissen! :(
Und ganz rechts, wie immer dabei, die Conny.


Samstag, 30. November 2013

Vorweihnachtszeit





Ich sitze in unserem Wohnzimmer. Neben mir steht eine heiße Milch mit Honig und ein Teller voller Kekse. Aus meinen Kopfhörern dudelt leise Weihnachtsmusik und in meinen Gedanken flimmern die verschiedensten Erinnerungen auf:
 

Meine Mutter, die sich, in Anbetracht des Stresses der letzten Wochen, viel zu entspannt, mit einem Stammkunden unterhält, der ihr, fast schon lächerlich überschwänglich, beteuert, wie schön die diesjährige Adventsausstellung wieder ist.

Ich, wie ich, eine heiße Schokolade mit Marshmallows in der Hand, bei Anke in den weichen Kissen sitze und „Tatsächlich Liebe“ schaue.

Die Schweinerei, die ich jedes Jahr beim Kekse Backen mit meiner Tante Roswitha in ihrer Küche veranstalte.

Die Geburtstage meiner Tante, bei denen auf ein viel zu mächtiges Mahl immer mehrere Runden Pralinen und Likör folgen.

Das Schlendern über den Weihnachtsmarkt. Maronen und gebrannte Mandeln in der einen und Glühwein in der anderen Hand.

Stefan, der an einem Sonntagmorgen neben mir voller Enthusiasmus und viel zu laut „Lecker, Lecker Torrone!“ und „Frisch kandierte sizilianische Mandeln!“ ruft, um Kundschaft an unseren Stand auf dem Gendarmenmarkt zu locken.

Ein Morgen im vergangen Jahr, an dem ich, noch im Dunkeln, durch die Altstadt Marburgs lief, als es plötzlich anfing zu schneien und all die wunderschönen alten Häuser in Watte gehüllt wurden. Die Laternen verbreiteten ein warmes Licht und ich fühlte mich wie in einem grimmschen Märchen.

Die kleine Heidi, wie sie vergnügt ruft: „Schnee, Schnee,  Schnee… Überall ist Schnee! Dicke weiße Flocken.“

Und die tägliche Neugier und Vorfreude, kurz bevor ich das Säckchen meines Adventskalenders öffne…


Für mich ist es ist eine der schönsten Zeiten de Jahres: die Vorweihnachtszeit.
Da davon hier in Nepal allerdings nicht allzu viel zu spüren ist, haben wir beschlossen, es uns selbst ein wenig besinnlich zu machen. 
Und zu einer anständigen Vorweihnachtszeit gehört natürlich auch ein Adventskalender! Nun werde jedoch nicht ich es sein, die Täglich ein „Türchen“ öffnen darf, sondern ihr.
Viele von euch haben sich gewünscht, dass ich ein wenig mehr über meinen Alltag berichte. Also dachte ich mir, es wäre doch nett, täglich einen kleinen Teil dessen mit euch zu teilen.
Dementsprechend lade ich ab morgen, für 24 Tage, täglich ein Foto hoch, dass einen Aspekt des jeweiligen Tages wiedergibt.
So könnt ihr hautnah miterleben, was bei mir so passiert und ich habe einen Adventskalender!


Montag, 21. Oktober 2013

Zurück in Kathmandu



Am Ende unseres Urlaubs verbrachten wir noch einige Tage in Kathmandu um uns ein paar Highlights des hiesigen Kultur- und Touristenprogramms zu Gemüte zu führen.


Tag 1 – Nach Hause
Am Donnerstag (Tag 11 unseres Urlaubs) machten wir uns wieder mit dem Touristenbus auf den Weg nach Kathmandu. Während wir so durch die regnerische Landschaft fuhren, machte ich mir Gedanken, wie es wohl sein würde wieder im lauten, stinkenden und überfüllten Kathmandu zu sein. Als wir zu Beginn unseres Urlaubs in Pokhara ankamen, hatte ich mich noch unwohl in dieser Ruhe mit all den Touristen gefühlt, aber schon nach dem Treck war mir das eigentlich wirklich sehr dezente und seltene Hupen dort zu viel.
Wie sollte das in einer Stadt werden, in der sämtliche Sinnesorgane überreizt werden?
Nun, ich verschlief die Einfahrt in Kathmandu. Wie war das möglich? Ich hätte doch vor Gestank die Nase rümpfen, oder zumindest vom Lärmpegel wach werden müssen…
Die Geschäfte waren verschlossen und die Straßen nahezu leer. Es war still.
Ich war enttäuscht. Wo war mein Kathmandu? Wo waren all die doch so vertrauten Eindrücke? Ausgeflogen. Denn es war noch immer Dashain, das Fest, zu dem alle Verwandten besucht werden. Und Verwandte leben nicht in Kathmandu. Verwandte leben auf dem Land, in kleinen Dörfern.

Und Festivals haben noch andere Nebeneffekte. Wo weniger Menschen sind, sind auch weniger Taxis. Und wo wenig Taxis sind, steigen die Preise. Aber wir gönnten uns den Luxus. Und nicht nur diesen, denn danach gab es für uns alle erst mal eine warme Dusche in unserem Apartment und Pizza im „Roadhouse Café“.


Tag 2 – Boudha und Pashupatinath
Diesen Tag wollten wir mit einem ausgiebigen Obstfrühstück beginnen. „Papaya, Granatapfel, Banane, Melone und ein Überraschungsobst“ standen auf der Wunschliste, als ich mich auf den Weg zur Gemüsefrau um die Ecke machte.
Aber Dashain machte uns erneut einen Strich durch die Rechnung, denn auch Gemüseverkäufer schienen zu feiern. Im Supermarkt sah es mit exotischen Früchten auch sehr rar aus, und so kam ich lediglich mit reichlich „Überraschungsobst“ wieder zurück.
Mehr oder weniger gut gestärkt machten wir uns später mit dem Mikro (Transporter, die hier umgebaut als Busse fungieren) auf den Weg nach Boudha.
Wieder ein Mal war schon die Fahrt ein Erlebnis, denn in diesen Fahrzeugen fühle selbst ich mich riesig. Und breite, westliche Hüften sind in Anbetracht der Größe der  „Sitze“ und der Anzahl der Fahrgäste auch eher ungeeignet. Aber wie immer hatten wir mächtig Spaß und amüsierten uns eher über unsere unvorteilhaften Proportionen.

Boudha
Boudha ist ein Vorort im Nordwesten Kathmandus, welcher vor allem für seinen weißen Stupa bekannt ist. Dieser Stupa ist mit seinen 36 Metern Höhe der größte Nepals und gleichzeitig der wichtigste tibetische Stützpunkt außerhalb Tibets. 


Der Stupa



Gelegentlich muss auch ein Heiligtum mal ausgebessert werden



Die „Buddha Augen“ symbolisieren die Allwissenheit Buddhas. 
Da sie hier in Nepal an jedem Stupa zu sehen und damit allgegenwärtig sind, wurden sie ebenso ein Symbol für das Land selbst.




Details





 












Menschen









  



Danach gab es dann wieder ein Mal Momos, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg nach Pashupatinath machten.



Pashupatinath
Pashupatinath ist eines der größten, wenn nicht das größte hinduistische Heiligtum Nepals.
Hier wird Shiva als „Pashupati“ (ja nach Interpretation „Herr der Tiere“ oder „Herr des Lebens“) verehrt.
Der weitläufige Tempelbezirk ist nur teilweise für Touristen zugänglich und wird vom Bagmati (Fluss) in zwei Bereiche geteilt. Am linken Ufer befinden sich der eigentliche Tempel und die Verbrennungsstätten. Am rechten Ufer erstreckt sich den Hügel hinauf eine weitläufige, grüne Anlage.


Tempelanlage













Details


 










Nach diesem eindrucksvollen Kulturprogramm schlenderten wir noch ein Wenig durch die umliegenden Gassen, um dann mit dem Mikro nach Thamel (Touristenstadtteil) zu fahren. Dort kauften wir allerlei Schnickschnack, gingen Essen und ließen den Abend im „Purple Haze“ (bekannte/r Bar/Club in Kathmandu) ausklingen.


Tag 2 – Buddhistische Klöster
Auch an diesem Tag machten wir uns, nach einem dieses Mal opulenteren Obstfrühstück, auf den Weg. Wir hatten uns eine „Wander-Route“ nahe Boudha herausgesucht, die von einem kleinen Tempel über 3 buddhistische Klöster führt.

Tempel










Pullhari Monastery
Dieses buddhistische Kloster war das Erste auf unserer Route. Wir entdeckten es eher zufällig, da es nicht direkt auf dem Weg liegt.
  

 
















Kopan Monastery
Dieses Kloster ist das bekannteste der drei. Im Gegensatz zum ersten waren wir hier nicht die einzigen Besucher. Es schien sogar Führungen und ein Restaurant zu geben. Und das, wo diese Anlage weitaus kleiner und unspektakulärer ist.










Kopan Khachoc Ghakyil Ling Nunnery
Dieses Nonnenkloster unterschied sich deutlich von den anderen. Nicht nur, dass das Tor verschlossen war und wir um Einlass bitten mussten, es wirkte auch sehr ärmlich. Im Gegensatz zum zweiten, touristischen Kloster, wo man für „Bildung, Medizin und besondere Ereignisse“ spenden konnte, gab es hier nur die Optionen „Essen, Reparaturen und Kleidung“. 







Am Abend führte uns unser Weg dann noch nach Patan (südlicher Teil Kathmandus), wo wir typisch newarisch (Newar ist eine nepalesische Ethnie, die hauptsächlich im Kathmandutal angesiedelt ist) Essen gingen.



Tag 3 – Purer Luxus
An diesem Tag ließen wir es uns so richtig gut gehen!
Nur einen Espresso aus unserer Caffettiera intus, machten wir uns am Vormittag auf den Weg zum Hyatt 5 Sterne Luxushotel um dort beim Brunch unseren letzten Urlaubstag noch einmal richtig zu genießen.
1,5 Stunden lang schlugen wir uns den Bauch mit allerlei extravagantem Zeug voll, gekrönt von einem Entspannungsbad im hoteleigenen Freiluft-Whirlpool.





 



Da Geld im Luxusrausch keine, die Figur jedoch eine umso größere Rolle spielt, verbrachten wir den Rest des Tages mit einem ganz besonderem Ausdauertraining: Shopping.
Von Schals und Schmuck, über Klamotten und Lampen, bis hin zu Esoterikbedarf – in Thamel gibt es ALLES was das Touristenherz begehrt.
Und so deckten wir uns mit allerlei Krams ein. Und da der Dekadenz noch nicht genug war, ging es auch noch ein Mal essen. Wir hatten ja schließlich Urlaub!




Diese Schaukeln aus Bambus und Kokos findet man zu Dashain nahezu überall im Land.
Es heißt, dass, wenn man beim Abschwingen auf der Schaukel den Boden verlässt, 
alle schlechten Gefühle von einem genommen und durch neue, lebensspendende ersetzt werden.



Die Zahnärztin in dieser „Klinik“ ist übrigens eine mütterliche, geschätzte 70 Jahre alte Dame, deren Brillengläser die Dicke von Toastscheiben haben.



Nun sind Urlaub und Festival vorbei und der Alltag ist längst wieder eingekehrt.
Aber Kathmandu ist letztlich doch nicht mehr aus seinem Schlummer erwacht. Denn auf ein Fest, folgte ein zweites. Und jetzt ist wegen der kommenden Wahlen für 10 Tage Bandha (quasi Generalstreik). Die Straßen sind noch immer leer und die Stadt ist still.
Durch die Minimierung des Verkehrs schwindet der Smog, sodass man täglich den Himalaya sehen kann.
Und so schwärme ich meiner nächsten Reise entgegen, um noch mehr dieses wundervollen Landes zu sehen.